Der Berufsalltag von Lehrkräften ist nicht nur geistig fordernd, sondern kann auch körperliche Spuren hinterlassen. Genau hier setzte der Pädagogische Halbtag an: Kai Kapsreiter, zertifizierter Rückenschullehrer, Physiotherapeut und Masseur mit Praxis in Kößlarn, gab dem Kollegium wertvolle Einblicke in die häufigsten Beschwerdebilder und zeigte, wie sich alltägliche Fehlhaltungen vermeiden lassen.

Zu Beginn unternahm er mit den Lehrkräften einen kurzen „Ausflug“ in den Biologieunterricht. Dabei erklärte er die grundlegenden Funktionen der Wirbelsäule, der Muskulatur und des gesamten Stützapparats – denn nur wer seinen Körper versteht, kann ihn gezielt schützen. Besonders häufig treten in Lehrerberufen Beschwerden wie Bandscheibenvorfälle, das sogenannte „Turtleneck-Syndrom“ (eine durch ständiges Vorbeugen des Kopfes verursachte Fehlhaltung) sowie ISG-Blockaden auf. Doch nicht nur körperliche, sondern auch psychische Belastungen können sich negativ auf den Bewegungsapparat auswirken.

Auch das Lachen kam nicht zu kurz, als Kai Kapsreiter die Kolleginnen bei den praktischen Übungen anleitete.

Dank seiner langjährigen Erfahrung aus 16 Jahren in der Rehabilitation konnte Kai Kapsreiter den Lehrkräften nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern auch wertvolle praktische Tipps und Übungen mit auf den Weg geben. „Powerhouse aktivieren“, „die nächste Sitzposition ist die beste“ und „kleine Bewegungsübungen direkt am Platz“ – diese präventiven Maßnahmen stehen nun ganz oben auf der Lehreragenda.

Zum Abschluss wurden individuelle Beschwerden besprochen und gezielte Behandlungsansätze an die Hand gegeben. Besonders in Erinnerung bleibt Kapsreiters ganzheitlicher Ansatz: Er betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit und therapiert nicht nur Symptome, sondern die Ursache der Beschwerden. Ein wertvoller Impuls für ein gesünderes und schmerzfreieres Arbeiten im Schulalltag!

Bildunterschrift Beitragsbild: Kai Kapsreiter zeigte den Kolleginnen und Kollegen an unterschiedlichen Bildern genau, wo die Rückenschmerzen häufig ihren Ursprung haben.

Text: Sandra Eberhardt

Bilder: Stefan Goldbrunner

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